Inzwischen gibt es Microsofts Betriebssystem Windows schon seit fast 35 Jahren, und die neueste und „letzte“ Version, Windows 10, feierte gerade ihren 5. Geburtstag. Trotzdem können sich manche Benutzer offenbar einfach nicht von den älteren Versionen des Microsoft-Betriebssystems trennen, denn knapp die Hälfte aller Windows-Nutzer ist noch immer mit veralteten Windows-Versionen unterwegs.

Dabei  wäre es für diese Benutzer sehr vorteilhaft, wenn sie jetzt Windows 10 kaufen würden. Denn das aktuelle Microsoft-Betriebssystem hat kaum noch etwas mit den vorherigen Versionen (Windows 95, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1) gemeinsam:

Das letzte Windows

Wie vom Microsoft-Chef Satya Nadella schon vor fünf Jahren angekündigt, ist Windows 10 keine normale Version des Betriebssystems mehr, sondern kommt als „Software as a Service“ daher – und damit ist es auch das „letzte Windows“.

Das ist auch der Grund, warum es seit 2015 keine neuen Versionen des Betriebssystems mehr gibt, und die Weiterentwicklung von Windows stattdessen über sogenannte Funktionsupdates passiert, die zweimal im Jahr herauskommen – das letzte gab es mit Windows 10 Version 2004 vor drei Monaten.

Neue Funktionen gehen an Nutzern alter Windows-Versionen vorbei

Und all diese nützlichen, praktischen oder gar notwendigen Erweiterungen der Funktionalität gehen an Nutzern der veralteten Versionen von Windows einfach vorbei.

Man muss nämlich auf Windows 10 umsteigen, wenn man auch die vielen, zweimal pro Jahr erscheinenden neuen Funktionen nutzen möchte, denn diese funktionellen Erweiterungen fließen nicht mehr in die alten Windows-Versionen ein.

Dabei geht es beispielsweise um das beeindruckende Raytracing mit DirectX 12-Grafik, die biometrische Anmeldung ohne Passwort per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, um aktuelle Cloud-Funktionen wie das Rücksetzen von Windows über die Cloud, um die vereinfachte Kopplung moderner Bluetooth-Geräte über das Benachrichtigungsfenster neben der Uhr in der Taskbar, die Unterstützung für das neue WLAN 6 und WPA3 oder um neue Funktionen der App „Ihr Smartphone“, mit der man jetzt auch Apps von seinem Smartphone auf dem PC starten kann, bis hin zu vielen neuen Emojis für Nutzer, die gerne chatten.

Auf all das und noch viel mehr verzichten Benutzer, die immer noch nicht auf Windows 10 umgestiegen sind.

Alte Windows-Versionen sind gefährlich!

Fehlende Funktionalität ist allerdings nur ärgerlich, während die fehlenden Sicherheitsupdates für veraltete Windows-Versionen, bei denen Hacker und Cyberkriminelle dann leichtes Spiel haben, schlimme Folgen haben können.

Seit dem 14. Januar dieses Jahres bekommt Windows 7, der Vorläufer von Windows 10, keine Sicherheitsupdates mehr, weshalb Sicherheitslücken in der Software auch nicht mehr geschlossen werden.

Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn der Windows 7-PC plötzlich verschlüsselt ist und der Bildschirm nur noch den Erpresserbrief von Cyberkriminellen mit einer Zahlungsforderung anzeigt…