Planen einer Webseite Teil 4: Provider auswählen

Posted by Rieke - 4. Juli 2011 - Allgemein - 2 Comments

Wenn Thema, Konzept und Name für die Homepage feststehen, wird es Zeit die gewünschte Domain für die geplante Webseite zu registrieren. Dieser Schritt sollte besonders gut überlegt sein, denn zum einen kann man den Domainnamen eines Projektes nur schwerlich wieder ändern und der Wechsel eines Providers mit einem Projekt ist für einen Anfänger sehr sehr aufwendig.

Folgende Dinge sind bei der Auswahl des Providers zu beachten:

  • Support Telefon (für dringende Fragen zum Hostingvertrag oder bei Serverproblemen mit der Homepage)


Ein Provider egal ob groß oder klein, muss einfach einen telefonischen Support anbieten.  Hierbei ist wichtig, dass es sich nicht um eine teure Service Telefonnummer handelt und das für “Interessierte” mit Fragen zur Bestellung, die gleiche Telefonnummer gilt als später für auftretende Fragen als Kunde.  Es ist ärgerlich wenn ein Angebot zwar auf den ersten Blick günstig erscheint, dann aber mit jeder Frage am Telefon, die Cents durch die Leitung gehen.

  • E-Mail Support (auch am Wochenende für Fragen zu Domain, Account, technischen Störungen etc.)


Auf der Webseite des Anbieters sollte eine E-Mail Adresse für den Support angegeben sein, und zwar unter Kontakt und/oder Impressum, nicht erst irgendwo nach 10 Minuten suchen in der FAQ.  Einfach einmal eine Mail an den Support schreiben und Fragen zum Vorhaben/ der ersten Domain stellen und schauen, ob eine freundliche Antwort kommt oder ein Auto-Abfertigungs-Text. Natürlich darf man nicht erwarten, dass der Support einem gleich HTML beibringt oder bis ins Detail erklärt wie man eine Webseite baut. So etwas füllt ganze Kurse und Bücher und kann nicht von einem kostenlosen Supporter erledigt werden, aber der Ton macht doch die Musik, gell ?

  • Erreichbarkeits-Garantie

Nicht von solchen scheinheiligen Aussagen locken lassen. Wenn ein Provider eine Erreichbarkeit seiner Server von 99% im “Jahresmittel” garantiert, darf die Webseite fast 4 Tage pro Jahr ausfallen, dazu kommt noch das Ausfälle, welche Technisch bedingt sind oder nicht grob Fahrlässig verursacht wurden, nicht dazu gerechnet werden etc. etc. … vergesst es einfach!

Und wenn der Provider die 1% übersteigt, dann kann man in der Regel nur wenige Cent zurückfordern, der Provider wird sich per AGB immer gegen Forderungen des Kunden schützen. Muss er aber auch, sonst wäre ein Provider bei einer unvorhergesehenen technischen Panne für den Rest seines Lebens Pleite, das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Fast JEDE Garantie hat sich der Hoster sehr gut überlegt, er weis genau wie er sie umgehen kann und/oder ob seine Versicherung die Zeche zahlt wenn es schief geht. Bei Forderungen hat man es dann eh nicht mit dem Hostinganbieter sondern mit seiner Versicherung zu tun, Garantien kann man daher in der Regel schlichtweg überlesen.

  • Kündigungsfrist


Natürlich macht es für den Provider keinen Sinn bei  Kleinst-Tarifen (z.B. 50 Cent) monatlich zu buchen und dann auch noch ein monatliches Kündigungsrecht einzuräumen. Die Kosten für die im Vertrag enthaltenen Domains übersteigen oft die erste monatliche Rate und bei einem Wechsel mit einer bestehenden Domain zum neuen Provider, hat dieser auch noch einiges an Arbeit mit dem Umzug, somit verständlich wenn dieser den Kunden nicht nach 1 Monatsgebühr gehen lassen möchte.

Aber achtet darauf je höher das Paket ist welches bestellt wird, je kleiner sollte die Laufzeit sein. Tarife ab 10 Euro sollten auf keinen Fall eine Laufzeit von mehr als 3 Monaten haben. Damit bleibt die Freiheit, bei Unzufriedenheit zu wechseln, ohne finanziell noch lange gebunden zu sein.

  • Vorauszahlungszeitraum


Beachtet, wie lange der Vorauszahlungszeitraum ist. Auch hier gilt, je kleiner der Monatspreis um so mehr Monate im Voraus wird dieser verlangt, monatliche Kleinstbeträge machen die Abrechnung für den Provider sowie die Buchhaltung von Firmenkunden nur unnötig teuer und aufwendig. Dennoch … bei Monatsbeträgen von über 10 Euro, sollte nicht mehr als 3 Monate Vorauszahlung fällig werden, denn bei Problemen gibt es in der Regel nie eine Rückzahlung.

  • 0,00  Euro Angebote


Lest das Kleingedruckte! In 99,9999 % der Fälle ist das Angebot für x Monate kostenfrei, aber der Vertrag geht um ein Vielfaches so lang. Das sind Lockangebote.  Angebote die 3 Monate zu 0,00 Euro anbieten, anschließend aber x Euro/Monat kosten bei einer Laufzeit von 12 – 24 Monaten, das ist Bauernfängerei. 3 Monate kostenlos und danach monatlich kündbar, wäre ein faires Angebot zum Provider testen, aber nicht mit langen Fesselverträgen.

  • Kundenmeinungen


Wie denken andere Kunden über den Webhosting Provider? VORSICHT vor Empfehlungen in Foren. In fast jedem Forum, in dem ihr nach einem geeigneten Provider fragt, erhaltet ihr ganz schnell eine Vielzahl an Providern genannt, oft von Forenusern die sich extra im Forum angemeldet haben nur um zu erzählen wie toll ihr Provider seit 25 Jahren ist …. nicht blenden lassen … in den Foren sind zu viele gefakte Persönlichkeiten unterwegs, die Provider in den Himmel loben oder in den Boden treten wollen, das wenigste was dort steht sind echte Erfahrungen. Die Welt ist schlecht und alles dreht sich eben um das liebe Geld.

Um neutrale Kundenmeinungen zu lesen, geht man auf Webhostlist, das ist eine unabhängige Datenbank mit Providern, bei welcher Kunden Erfahrungsberichte zu Ihrem Provider schreiben können ( Beispiel ). Bei Webhostlist kann man sich nicht mit einer kostenlosen Mailadresse wie web.de, gmx.de oder ähnlicher Massenmailadressen registrieren, daher ist dort nicht “ganz” so viel getürkte Erfahrung unterwegs.

Im nächsten Teil geht es in Kürze um:

Planen einer Webseite Teil 5: Erstellen oder erstellen lassen?

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